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Genealogie ist eine Herausforderung, angesiedelt zwischen Sucht, Frust und für mich auch Lust. Die Authentizität der vielfältigen Quellen ist unerlässlich. Ich freue mich sehr, wenn auch die Leserinnen und Leser dieser Geschichten sie interessant finden.
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Ernestine Biechl (Berger)
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Benedikta v. Ollersbach (v. Formbach)
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Formbach - bayrischer Adel
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Sulzbach - oberpfälzischer Adel
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Warum schon wieder ein Schloss, einst wie oben, jetzt wie unten? Ganz einfach: hier im Schloss Baumgarten in Ollersbach wohnt seit Kurzem meine Tochter Gabriela.
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Ansicht innen und von innen.
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Der Papagei schaut tatsächlich herein.
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Viel Material für weitere Episoden, die historisch relativ gut recherchiert sind und auch ein paar lesenwerte „Schmankerl" enthalten, liegt noch in meinem Arbeitszimmer, wobei sich üblicherweise die Ergebnisse allgemeiner historischer Recherchen jenen meiner eigenen Ahnenforschung nicht immer die Waage halten.
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Diesmal ist mir eine Symbiose zwischen Geschichte und Genealogie in den Schoß gefallen. Wer hat schon eine Tochter, die die Gelegenheit hat und auch nützt, in ein Schloss zu ziehen?
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Bei unserem Besuch bei ihr frage ich, der Ahnenforscher, beiläufig: „Weißt Du etwas über die Geschichte des Schlosses?“ Sie antwortet: „Die Fürsten Auersperg waren hier im 18. Jahrhundert die Eigentümer. Mehr weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es bei Krems ein Schloss gibt, das ebenfalls Baumgarten heißt.“
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Als ich mich bei Wikipedia über Schloss Baumgarten (Neulengbach) schlaumachen will, beeindruckt mich der Satz: „Die damalige Burg Baumgarten wird im Jahre 1074 als Besitz der Adelsfamilie Formbach in Adelgeresbach, Algersbach (Ollersbach) erstmals urkundlich erwähnt.“
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Das Geschlecht der Formbachs kenne ich nicht, aber meine Spannung steigt, weil ich den Hinweis finde, dass der Hauptwohnsitz der Formbachs in Neuhaus am Inn ist. Und das Geschlecht der Neuhaus kenne ich aus meiner Ahnenforschung.
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Ein Rückblick: Wie jeder Genealoge beginne ich, in den kirchlichen Matriken zu forschen, und stürze mich anschließend auf unterschiedliche Internetplattformen.
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Die Forschungsergebnisse derjenigen, die das Datenmaterial für diese virtuellen Foren zusammentrugen, versuche ich durch die Konsultation anderswo vorhandener Quellen wie beispielsweise bei Wikipedia gegenzuchecken. Wenn ich aus Abschriften von Originaldokumenten in Notariaten oder aus historischen Zeitungen und Zeitschriften Sachdienliches erfahren kann, bin ich begeistert.
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Die Vielzahl der angesprochenen genealogischen Internetprogramme bringt jeweils individuelle Vorteile, die auch in unterschiedlichen Darstellungsformen liegen.
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Hier versuche ich sie auf dem Weg der zigfachen Urgroßeltern meiner Tochter, der jetzigen Schlossbewohnerin Gabriela Biechl, darzustellen.
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Ahnenreihe von Gabis 2-fachem Urgroßvater
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František Berger *1824; †1915
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bis zu ihrer 11-fachen Urgroßmutter
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Alžběta Bergerovná z Bergu *1594; † ?
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Alžběta Bergerovná z Bergu 1594; † ? (11-fach) bis zu Bohuslav Drnovský z Drnovic ?; †1548 (14-fach)
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Auf Basis dieser Grundlagen arbeite ich mich mit der Erfahrung, Ausdauer und Akribie eines langjährigen Ahnenforschers vor bis zu den Formbachs.
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Bedřich Drnovský z Drnovic * ?; †1492 (15-fach) bis Witiko I. ze Hradce (von Neuhaus) *1192; †1259 (20-fach)
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Auf dem Weg dorthin begegne ich denen von Glatz, den Schönherings und Julbachs. Als letzte in dieser Kette taucht Benedicta von Ollersbach auf.
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Ich bin an meinem Ziel angelangt. Das Schloss gehört zwar ihrem Vater, Heinrich II von Formbach, den Namen Ollersbach freilich hat sie von ihrem Gatten Gebhard von Ollersbach.
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Jindrich ze Hradce (z Prcice) *1160; †1237 (21-fach) bis Benedicta von Ollersbach (geb. Gräfin von Formbach) *1069; †1130 (27-fach)
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Wie bereits bekannt, kann ich daraufhin die minutenschnelle Erstellung einer Ahnenreihe in die Wege leiten. Sie basiert diesmal auf Blutsverwandtschaft in direkter Reihenfolge.
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Zwischen Benedicta von Ollersbach und meiner Tochter sind es also 29 Generationen, verteilt auf 1000 Jahre, woraus sich eine Generation zu je 35 Jahren ergibt. daraus lässt sich ermitteln, dass - lies und staune - rechnerisch 537.000.000, also 537 Millionen zu den Vorfahren meiner Tochter zählen. Unvorstellbar! Noch unwahrscheinlicher klingt das, wenn man bedenkt, dass es maximal 14 lebende Vorfahren eines Individuums gibt: 2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern.
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Allerdings ergibt sich gerade im Hochadel, von dem wir hier hauptsächlich sprechen, durch Heiraten innerhalb der engsten Familie ein beträchtlicher Ahnenverlust.
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Schlossrundgang im August 2024
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Die Orte, in denen diese Vorfahren geboren sind:
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Wien für Gabriela, Innsbruck für mich, meine Mutter und meinen Großvater. Es folgen die mährischen Orte Klečůvka und Lipova. Ab dem 17 Jahrhundert sind es die Geburtsorte für Adelsgeschlechter: Uherské Hradiště, Buchlov, Drnovice, Znojmo, immer noch in Mähren, anschließend Hradec Jindrichuv in Böhmen, St. Ulrich im Mühlkreis, OÖ, Schönhering in Bayern, Ollersbach in Neulengbach, NÖ. Die alle haben ihren Ursprung im bayrischen Formbach.
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Es sind also nur 12 Orte für diese doch sehr seßhafte Familie.
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Reaktion zu Episode 17 - Napoleons Privatleben:
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Antal: Spannende historische “Nebenschauplätze” hast Du da gefunden. Eigentlich unglaublich, was sich damals Herrscher erlauben konnten – und jetzt meine ich nicht einmal so sehr die vielen Geliebten (sowas soll bis heute in den besten Familien vorkommen 😊 ) , sondern den eigentlich unglaublichen Affront, bei seiner Hochzeit mit einer Kaiserstochter einfach nicht anwesend zu sein !
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Lieber Antal: Welch ein Triumph für Napoleon, wenn ihm ein Kaiser seine Tochter vermählem muss, obwohl er dafür im Moment 'leider' keine Zeit hat! Welche Genugtuung für ihn, einen ehemals siegreichen Gegner als Gehilfen für die eigenen Interessen einsetzen zu können! - Das ist doch einsichtig, oder?
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Ursula/Ulli Japtok: War es nicht in "höheren Kreisen" in der Vergangenheit oft üblich, daß bei der Eheschließung - oder dem, was der kirchlichen Trauung des Paares vorweg ging - ein "Vertreter" den eigentlichen Bräutigam ersetzte? Oft war es ein Freund oder Verwandter des betreffenden oder jemand, dem Ehre erwiesen werden sollte? Die Ehe vollziehen durfte der betreffende Vertreter offiziell natürlich nicht! Aber weiß man `s? Wegen der weiten Entfernungen war es wohl oft nicht anders möglich, als so wichtige Ereignisse im Terminplan unterzubringen.
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Liebe Ursula: Du hast vollkommen recht! Ich wollte nur ironisch auf das Außergewöhnliche hinweisen, das auf einem so hohen Level zu machen.
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