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Unsere Vorfahren treffen sich bei Heinrich I. von Schweinfurt
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Otto I. (V.) von Wittelsbach *1117; †1183
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bis 1180 Pfalzgraf Otto V., ab 1180 Herzog Otto I. von Bayern – mein 24-f. Urgroßvater
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Otto IV. von Scheyern-Wittelsbach * ?; †1156 - Pfalzgraf - mein 25-facher Urgroßvater
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Otto III. von Scheyern * ?; †1123 – Pfalzgraf – mein 26-facher Urgroßvater
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Ekkehard von Scheyern *1052; †1091 - Vogt von Freising – mein 27-f. Urgroßvater
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Otto II. von Scheyern * 1057; †1112 - Pfalzgraf – mein 27-facher Urgroßonkel
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Otto I. von Scheyern *1018; †1072 - Vogt v. Freising – mein 28-f. Urgroßvater
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Haziga von Scheyern, verw. Kastl geb. Diessen *1027; †1104
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meine 28-fache Urgroßmutter
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Heinrich der Jüngere von Schweinfurt *998; †1043
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Gaugraf im Pegnitz- und Radenzgau – mein 29-facher Urgroßvater
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Heinrich I. von Schweinfurt *970; †1017 - Markgraf im Nordgau
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mein 30-facher Urgroßvater und Judiths 29-facher Urgroßvater
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von Scheyern-Wittelsbach, von Diessen, von Schweinfurt, besondere Merkmale
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„Liebe Judith, am Ende dieser Episode landen wir wieder bei einem vertrauten Gesicht: Heinrich I. von Schweinfurt. Hier kreuzen sich unsere Wege auf ganz erstaunliche Weise: Er ist – wie in Episode 64 beschrieben – Dein 29-facher Urgroßvater über die Linie Deines Vaters und gleichzeitig – was zu beweisen war – mein 30-facher Urgroßvater mütterlicherseits.“
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„Dann stimmt es also doch. Bis zuletzt habe ich daran gezweifelt! Obwohl wir beide als Onkel und Nichte zweiten Grades gar nicht direkt blutsverwandt sind, stammen wir am Ende von ein und derselben Person ab. Unsere beiden Familienlinien treffen sich vor über tausend Jahren bei Heinrich I., dem von Schweinfurt.
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Was noch spannender ist: Unsere Wege kreuzen sich ein zweites Mal bei Deinem Urgroßvater mütterlicherseits, der gleichzeitig mein Großvater väterlicherseits ist. Das ist nicht mehr nur ein richtiger doppelter Knoten in unserer Herkunft, das ist unsere unmittelbare Familie!“
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Nachstehend folgen die entscheidenden Dialoge mit ausgewählten Vertretern des Hauses Scheyern und Wittelsbach. Diese Rekonstruktionen dienen dazu, die letzten historischen Puzzleteile meiner persönlichen Ahnenreihe bis zu Heinrich I. von Schweinfurt aufzuzeigen.
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„Hochgeborener Graf Otto III. von Scheyern, Euer Enkel, 1180 von Kaiser Friedrich Barbarossa zum Herzog Otto I. von Bayern erhoben, wies mich darauf hin, dass Ihr Euren Herrschaftssitz von Scheyern nach Wittelsbach verlegtet. Warum das?“
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„Ich gehöre zu den Getreuen von Kaiser Heinrich IV. dem Salier, der sich in Canossa Papst Gregor VII. unterwarf, wollte mich aber im Investiturstreit von 1075 bis 1122 nicht gegen die kirchlichen Interessen stellen. Geschickt erbaute ich mir um 1113 in 27 km Entfernung die Burg Wittelsbach auf einer steilen Anhöhe näher an den Handelswegen. So konnte ich meine bisherige Burg Scheyern den Benediktinern als Kloster überlassen und die Burgkapelle in eine Basilika umbauen. Den Palast in Refektorium, Dormitorium und Skriptorium zu verwandeln, dauert noch immer an. Der Kreuzgang und die Kapellen werden dabei zur ewigen Grablege für unser Geschlecht hergerichtet.“
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„Werter Otto I., Markgraf von Scheyern, Großvater von Otto III., mit dem ich soeben sprach, ist Eure Gattin Haziga eine Bereicherung für Eure Grafschaft?“
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„Ja freilich! Sie stammt aus dem Haus Dießen und bringt von dort Gebietsansprüche im südlichen Oberbayern mit. Dort erhalte ich durch sie die Vogtei von Freising. Aus ihrer ersten Ehe mit Graf Hermann von Kastl sichert sie uns zudem Besitzrechte über wichtige Ländereien im bayerischen Nordgau.
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Wichtiger als diese Besitztümer sind mir jedoch unsere gemeinsamen Kinder Otto, Bernhard und Ekkehard. Ekkehard, über den wir beide verwandt sind, wird von mir das Amt des Vogts von Freising erben. Vögte vertreten Bischöfe, denen das Blutvergießen untersagt ist, als oberste weltliche Gerichtsherren mit dem »Recht über Leben und Tod«. Da ein Bischof kein Heer in die Schlacht führen darf, sind wir die Generäle der Freisinger Ritter und Vasallen. Das Lukrativste dabei ist unsere Position als Vermögensverwalter, können wir doch von den Abgaben der Bauern die »Vogtesteu« direkt für unser Haus einbehalten. Das mehrt den Reichtum unserer Familie ungemein. Dafür haben wir die Aufgabe, die Interessen des Bistums gegenüber anderen Adeligen – notfalls mit Waffengewalt – zu verteidigen.“
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„Welche Besitztümer habt Ihr selbst geerbt?“
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„Mein Großvater Heinrich I. von Schweinfurt war der Markgraf des bayerischen Nordgaus. Er unterstützte Heinrich IV., den Herzog von Bayern, damit dieser als Heinrich II. den Königsthron besteigen konnte. Dafür erhielt er dessen Versprechen, selbst zum Herzog von Bayern aufzusteigen. Doch als es soweit war, verweigerte ihm der König die Krone.
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In der Schweinfurter Fehde, die er daraufhin 1003 gegen den König anzettelte, unterlag er – trotz der Hilfe des polnischen Königs. Er verlor seine Macht als Markgraf. Doch nach seiner Begnadigung erhielt er seine privaten Güter zurück. Nur das Land, das der König für sein neues Bistum Bamberg beanspruchte, blieb verloren. Seine Ländereien im Nordgau sowie sein Herrschaftsgebiet in Scheyern, im Herzen Bayerns, fielen schließlich als Erbe an mich.“
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Hätten sich unsere Vorfahren träumen lassen, wie sich die Bevölkerung über die Jahrhunderte trotz Kriegen und Seuchen vervielfachen würde?
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Einwohnerzahlen um 1000 um 2026
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Gesamt Bayern damals: 1.100.000
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Gesamtgebiet heute: 22.500.000
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Bayerischer Nordgau: 200.000
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Oberpfalz, Nürnberg/Erlangen 2.600.000
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Donau- und Isargau: 300.000
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Altbayern + Teile Schwabens 8.200.000
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Inn- und Salzachgau: 150.000
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Tirol, Südtirol, Teile Salzburgs 1.600.000
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Das Heilige Römische Reich um das Jahr 1000
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Einwohnerzahlen: um 1000 Faktor um 2026
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HRR: 12.800.000 13 166.400.000
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(Ex-)Sachsen: 2.000.000 12 24.000.000
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Franken: 1.600.000 12 18.500.000
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Schwaben: 1.400.000 14 19.000.000
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Bayern/Ostmark: 1.100.000 20 22.500.000
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Lothringen/Burgund: 1.200.000 29 35.000.000
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Böhm./Mähren: 600.000 18 10.900.000
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Italicum: 5.000.000 6 32.000.000
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Wien: 1.500 1350 2.000.000
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Konstantinopel: 530.000 30 16.000.000
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„Liebe Judith, bei den Einwohnerzahlen für Wien um das Jahr 1000 handelt es sich um keinen Irrtum. Damals war Wien lediglich ein exponierter Vorposten gegen die Ungarn und die Mährer. Mit ungefähr 1.500 Einwohnern hatte Wien zwar bereits fast doppelt so viele Bewohner wie Melk, das damalige politische Zentrum der Ostmark, doch die spätere Entwicklung verlief dramatisch unterschiedlich: Während die Bevölkerung in Melk bis heute um den Faktor 8 wuchs, explodierte sie in Wien um den Faktor 1.350. Das zeigt uns ganz eindeutig, wie sehr sich die Welt seit den Tagen unseres Ahnen Heinrich I. verändert hat.“
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Quellen: Wikipedia, MyHeritage, Geni
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