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Konrad I. von Plain-Hardegg *1185; †1250 - mein 22-facher Urgroßvater
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Heinrich I. von Plain Hardegg *1142; †1210 - mein 23.facher Urgroßvater
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Uta von Hardegg geb. von Peilstein *1121; †1170 - meine 24-fache Großmutter
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Die Vorfahren von Konrad I. von Plain-Hardegg bieten eine ideale Gelegenheit, die Verlässlichkeit der Ahnenforschung differenziert zu betrachten. Es zeigt sich hier, dass selbst etablierte und spezialisierte Genealogen wie W. Wegener und Isenburg + Dungern zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen können, was die oft vermutete Unumstößlichkeit von Stammbäumen relativiert. Zwar sind adelige Ahnenreihen durch eine Fülle von Urkunden über Geburten, Hochzeiten, Schenkungen und Todesfälle außergewöhnlich gut dokumentiert; doch in seltenen Fällen zwingen verbleibende Informationslücken zu mehr oder weniger kühnen Schlussfolgerungen. An diesen Punkten findet die absolute Gewissheit über Blutsverwandtschaften ihr Ende und macht Platz für die Interpretation – ein Umstand, der die Beschäftigung mit unserer Geschichte jedoch nur umso spannender macht.
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über Utas Eltern laut W. Wegener:
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Leopold III. von Babenberg *1073; †1136 - mein 25-facher Urgroßvater (?)
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Agnes von Waiblingen der Salierin *1072; †1143 - Stammmutter der Staufer meine 25-fache Urgroßmutter
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über Utas Eltern lt. Isenburg + Dungern:
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seine Schwester Eufemia von Peilstein geb. von Babenberg *1090; †1130
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meine 25-fache Urgroßmutter (?)
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Konrad I. von Peilstein *?; †1140
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mein 25-facher Urgroßvater
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Leopold II. von Babenberg *1050; †1095
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-mein 26-facher Urgroßvater
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Heinrich IV., der Salier *1050; †1106
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Kaiser vom Heiligen Römischen Reich
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mein 26-facher Urgroßvater
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(man sieht: so einfach ist das nicht)
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Legende für Farben: von Plain-Hardegg, von Peilstein, von Babenberg, Salier, besondere Merkmale
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Der Nachweis der gemeinsamen Vorfahren meiner Mutter und der Tochter meiner väterlichen Cousine steht noch aus. Bevor ich diese Linien endgültig zusammenführe, mache ich jedoch einen kurzen Exkurs: Ausgehend von Graf Konrad I. von Plain-Hardegg, einer Schlüsselfigur in meinem Stammbaum, beschreibe ich zunächst die Dynastie der Babenberger. Das Versprechen, die Lücke zum gemeinsamen Vorfahren über die Wittelsbacher zu schließen, löse ich in der nächsten Episode ein.
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„Erlauchter Markgraf Leopold II. von Babenberg, man kennt Euch als »den Schönen«. Euer Geschlecht ist seit 976, der Ernennung Leopolds I. zum Markgrafen der Ostmark, dokumentiert. Was aber ist Euer entscheidender Beitrag, damit das Haus Babenberg so stürmische Zeiten überlebt.“
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„Ich gebe es offen zu: Einmal habe ich alles auf eine Karte gesetzt und fast das ganze Land verspielt. Mitten im großen Investiturstreit zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. bin ich dem Aufruf des Bischofs von Passau gefolgt und habe mich 1075 auf die Seite des Papstes geschlagen. Das war riskant – und der Kaiser hat es mir nie verziehen. Er hat mir den böhmischen Herzog Vratislav II. auf den Hals gehetzt. 1082 kam es zur Schlacht bei Mailberg im Weinviertel, und ich wurde regelrecht überrannt. Eine totale Niederlage. Als die Böhmen abzogen, erkannte ich, dass ich meine Strategie ändern musste. Ich verließ unsere alte Residenz in Pöchlarn und Melk – wo ich unsere Burg den Benediktinermönchen als Kloster überließ – und zog mich nach Gars am Kamp im Waldviertel zurück. Dort, fernab der Donau-Route, bin ich vor den Angriffen des Kaisers geschützt und kann gleichzeitig die nördliche Grenze gegen die Böhmen schärfer im Auge behalten. Dieser Rückzug war vielleicht nicht glorreich, aber er hat unser Überleben gesichert.“
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„Edler Fürst Leopold III., man nennt Euch »den Frommen«. Kurz nach dem Tode Eures Vaters Leopold II. habt Ihr Agnes von Waiblingen geheiratet, die Tochter von Kaiser Heinrich IV., dem Salier, der eigentlich der ärgste Feind Eures Vaters im Investiturstreit war. Wie kam es zu dieser erstaunlichen Wende?“
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„Die politische Lage änderte sich rasch und radikal. Der junge Heinrich V. lehnte sich gegen seinen Vater auf, weil er um sein Erbe fürchtete. Heinrich IV. war nämlich durch den ständigen Konflikt mit dem Papst isoliert; selbst der Gang nach Canossa hatte ihm keinen dauerhaften Frieden gebracht. Über ihn war wieder der Kirchenbann verhängt worden. Ich erkannte die Zeichen der Zeit und unterstützte den Sohn gegen den Vater – auch als er ihn gefangen nahm und zur Herausgabe der Reichsinsignien zwang. Als Dank für meine unerschüttterliche Treue gab er mir seine Schwester Agnes zur Frau. Sie war die Witwe Friedrichs von Schwaben und brachte bereits elf Kinder aus dieser ersten Ehe mit. Damit war sie zur Stammmutter der Staufer geworden. In unserer Ehe kamen weitere achtzehn Kinder hinzu, die den Fortbestand der Babenberger sichern werden. Wenn man jene Kinder mitzählt, die das Säuglingsalter nicht überlebten, hatte sie insgesamt 29 (!) Schwangerschaften.“
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noch einträchtig: Heinrich V., + Heinrich IV., + Konrad II. + unten: Erzbischöfe
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Heiliger Leopold III. »der Fromme«
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„Euer Vater Leopold II. verstarb 1095. Eure Mutter, Ida von Formbach, war eine der ersten Teilnehmerinnen an einer Expedition ins Heilige Land. Sie ist seit dem unglückseligen Kreuzzug von 1101 in Anatolien verschollen. Ihr seid daraufhin von Gars am Kamp zunächst nach Tulln und schließlich nach Klosterneuburg gezogen. Dort habt Ihr neben Eurer Pfalz, dem Herrschaftspalast, das Stift errichtet. Die Legende besagt, dass es genau an jenem Ort passierte, an dem Ihr nach neun Jahren – welch ein Wunder – den kostbaren Hochzeitsschleier Eurer Frau Agnes unversehrt wiedergefunden habt.“
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„Es gibt tatsächlich viele Gerüchte und Legenden, die sich um jene Tage ranken. Doch eines ist sicher: Ich war stets bereit, dem Glauben festen Boden zu bereiten. 1114 gründete ich hier in Klosterneuburg das Stift für die Augustiner-Chorherren, 1133 folgte Heiligenkreuz für die Zisterzienser und 1134 Klein-Mariazell für die Benediktiner.“
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„Wisst Ihr eigentlich, warum Ihr im Jahr 1485 – also in gut 350 Jahren – heiliggesprochen werdet? Tatsächlich liegt es an Eurer tiefen religiösen Überzeugung und den vielen Klöstern, die Ihr gegründet habt. Aber ein entscheidender Grund war sicher auch, dass Ihr die Kaiserkrone abgelehnt habt, obwohl sie Euch zustand und man sie Euch anbot. Ihr wolltet Euch lieber ganz Eurem eigenen Land widmen. Bei Euren Untertanen seid Ihr deshalb als der »milde Markgraf« unvergessen.“
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„Das ist ja wirklich einzigartig! Ich gestehe, das rührt mich zutiefst. Die Ehre der Altäre ist doch normalerweise nur Märtyrern, einsiedlerischen Mönchen oder hochwürdigen Bischöfen vorbehalten.“
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„Das stimmt, gekrönte Häupter finden sich unter den Heiligen kaum. Ich vermute, dass Euch die Schar der Heiligen fast schon zu groß ist – ausgerechnet in Eurer Regierungszeit wurde nämlich festgelegt, dass Heiligsprechungen nur noch dem Papst vorbehalten sind und nicht mehr von lokalen Bischöfen vorgenommen werden dürfen.
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Aber deshalb war es für Euren Nachfahren, den Habsburger Rudolf den Stifter, auch so ein teures und langwieriges Unterfangen, Eure Heiligsprechung in Rom durchzusetzen. Gelungen ist es erst durch das Wunderbuch »Miracula Sancti Leopoldi«. Es enthält neben dem Schleier-Wunder zwanzig weitere Zeugnisse: Heilungen von Blinden, Rettungen aus Seenot und die Befreiung von Besessenen. Dass Eure Gebeine bei der Graböffnung unversehrt waren, gab schließlich den Ausschlag. Das alles machte Euch nicht nur zum Heiligen, sondern auch zum Landespatron von Niederösterreich und Wien.“
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„Sehr interessant! Ich bin tief beeindruckt von der Beharrlichkeit meines Nachfolgers. Doch sag mir: Warum auch von Wien? Mein Regierungssitz ist doch ausschließlich Klosterneuburg. Wien ist zwar militärisch und auch wirtschaftlich wichtig, hat aber nur zirka 5.000 Einwohner, wohnhaft innerhalb der alten römischen Stadtmauern.“
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„Durch das berühmte »Privilegium Minus«, das Kaiser Friedrich Barbarossa Eurem Sohn Heinrich II. – bekannt als »Jasomirgott« – im Jahr 1156 verlieh, wurde er vom Markgrafen zum Herzog von Österreich erhoben. Das Besondere daran war: Dieses Privileg sicherte Eurem Haus die Macht dauerhaft, denn es legte fest, dass beim Aussterben der männlichen Linie auch Frauen die Nachfolge antreten durften. Österreich wurde damit zu einem eigenständigen, erblichen Herzogtum. Heinrich II. war es dann auch, der die Hauptresidenz von Klosterneuburg nach Wien – das ist der springende Punkt – verlegte und die Stadt damit endgültig zur Metropole erhob. Zur Zeit seines Todes 1177 lebten in Wien etwa 10.000 Menschen, also doppelt so viele als zu Eurer Zeit, und das nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der alten römischen Stadtmauern.“
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„Also muss ich doch einiges richtig gemacht haben!“
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Heinrich II. Jasomirgott von Babenberg Herzog von Österreich
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Ausdehnung von Wien zur Zeit des Todes von Herzog Heinrich Jasomorgott
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Quellen: Wikipedia, MyHeritage, Geni,
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„Miracula Sancti Leopoldi“ im Archiv des Stiftes Klosterneuburg, Signatur Cod. 716, „Geschichte der Stadt Wien“ von Tschischka, Serie III, Karte 15
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Antal Braunecker: Immer diese Reichen! Heute müssten sie satt Vermögens- und Erbschaftssteuer zahlen, sofern sie nicht gerade das Glück hätten, österreichische Steuersubjekte zu sein …
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Interessant die Abschlußfrage in Deinen Dialog: Gibt es von all den erwähnten Gütern, Schlössern, Burgen irgendetwas, das auch heute noch (bzw. wieder) in Privatbesitz ist, oder ist alles demokratisch geworden?
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