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Die Founding Fathers™ & Co.
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Haben Sie den Wunsch, mehr über bestimmte Persönlichkeiten oder Themen aus der Zeit unserer Vorfahren zu erfahren? Schicken Sie mir einfach eine E-Mail – ich freue mich über jede Anregung und erfülle Ihre Wünsche, soweit es mir möglich ist!
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Auf den ersten Blick wirkt eine Verwandtschaft mit den ersten amerikanischen Präsidenten wie eine späte Geltungssucht. In Wahrheit offenbart sie eine allgemeine Regel der Ahnenforschung: Wer seine Wurzeln über viele Jahrhunderte zurückverfolgen kann, stößt zwangsläufig auf den Adel oder damalige Machthaber.
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Das ist nicht deshalb so, weil andere Menschen keine bekannten oder berühmten Vorfahren hätten, sondern weil nur von den Mächtigen und Privilegierten vielfach lückenlose Aufzeichnungen erhalten blieben. Dass mein Stammbaum bis zu den Wittelsbachern und damit zu den frühen US-Präsidenten reicht, ist somit kein persönliches Verdienst, sondern das Ergebnis einer hervorragenden historischen Quellenlage.
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Heute zählt die Menschheit rund 8,2 Milliarden Personen – knapp 740 Millionen in Europa und 350 Millionen in den USA. Als George Washington 1789 zum ersten US-Präsidenten gewählt wurde, lebte auf der Welt nur ein Zehntel der heutigen Bevölkerung: gut 800 Millionen Menschen. Jeder fünfte Weltbewohner stammte damals aus Europa (180 Millionen), während die junge USA mit knapp 4 Millionen Einwohnern (inklusive 700.000 afrikanischer Sklaven) nicht einmal ein halbes Prozent der Menschheit ausmachte.
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George Washington *1732; †1799 - von 1789 bis 1797 erster amerikanischer Präsident
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19-facher Urenkel von Otto I. von Bayern (Otto V. von Scheyern/Wittelsbach) »der Rotkopf« *1117; †1183 - ab 1180 Herzog von Bayern - mein 24-facher Urgroßvater
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(genealogisch: Cousin 21. Grades, vier Generationen versetzt)
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„Mr. President, Ihr, George Washington, ward der erste Präsident der Vereinigten Staaten. Was war der Anlass für Eure Wahl?“
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„Da muss man weiter ausholen: Die 13 nordamerikanischen Kolonien, die zwischen 1607 mit Virginia und 1732 mit Georgia entstanden, lebten lange in weitgehender Selbstverwaltung. Als das britische Parlament ab den 1760er-Jahren Steuern und Gesetze erließ, ohne den Kolonien Abgeordnete in London zuzugestehen, empfanden wir Amerikaner das als Bruch unseres traditionellen Rechts. Daher begannen wir 1775 den Unabhängigkeitskrieg gegen die englische Weltmacht, erklärten 1776 unsere Unabhängigkeit und schlossen uns 1781 offiziell zu einer Konföderation zusammen. Aber ohne Bundesgerichte, ohne überstaatliche Exekutivgewalt zur Einhaltung der Gesetze – für die ohnehin 9 von 13 Staaten notwendig waren, um gültige Beschlüsse zu fassen – und schließlich ohne gemeinsame Führungsperson war dieses erste Bündnis zum Scheitern verurteilt.“
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Wie in Amerika eine Verfassung entstand, die neuartig für die moderne Welt war?
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Zum einen bauten die Amerikaner auf ihrer über hundertjährigen eigenen Praxis der Selbstverwaltung auf. Zum anderen war die intellektuelle Elite Amerikas (wie Thomas Jefferson, John Adams und Benjamin Franklin) tief geprägt von den Ideen der europäischen Aufklärung:
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- John Locke: Formulierte die unveräußerlichen Naturrechte auf Leben, Freiheit und Eigentum sowie den Grundsatz, dass eine Regierung ihre Legitimität nur durch die Zustimmung der Regierten erhält.
- Montesquieu: Lieferte mit der systematischen Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative, Judikative) das Modell, um die Konzentration von Macht und Tyrannei zu verhindern.
- Voltaire & die europäische Geistesfreiheit: Inspirierte das Streben nach Meinungsfreiheit, Toleranz und der konsequenten Trennung von Staat und Kirche.
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Aus diesem Zusammenspiel aus europäischer Philosophie, britischer Rechtstradition und amerikanischer Alltagserfahrung schuf der Verfassungskonvent von 1787 das erste moderne System einer demokratischen Bundesrepublik.
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„Mr. President, warum wurdet gerade Ihr zum Oberhaupt dieses Staates gewählt, und das zweimal für je vier Jahre hintereinander?“
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„Als Oberbefehlshaber im siegreichen Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer war ich ein Volksheld. Unmittelbar nach Ende des Krieges legte ich freiwillig das militärische Kommando an den Kongress zurück und zog mich als einfacher Bürger ins Privatleben zurück. Damit bewies ich, dass ich kein Monarch auf Lebenszeit sein wollte. Als später tiefgreifende Konflikte zwischen den Bundesstaaten – Nord gegen Süd, große gegen kleine Staaten – sowie zwischen den politischen Lagern aufflammten, war ich der einzige Mann, den sowohl die Befürworter einer starken Zentralregierung wie Alexander Hamilton als auch die Verfechter starker Einzelstaaten wie Thomas Jefferson akzeptierten. Einen echten Gegenkandidaten gab es für mich gar nicht, da mir alle Wahlmänner geschlossen ihre Stimme gaben. Das politische Tauziehen drehte sich also nur darum, wer Zweiter werden würde – diesen Platz sicherte sich der Föderalist John Adams und wurde so mein Vizepräsident.“
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George Washington - Überquerung des Delaware 1776 (von Emanuel Leutze 1851)
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„Was habt Ihr als Präsident der Vereinigten Staaten erreichen können, worauf seid Ihr stolz?“
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„Obwohl die Verfassung kein Beratungsgremium vorsah, rief ich eigenständig regelmäßige Treffen mit meinen Ministeriumsköpfen ins Leben und erfand damit das US-Kabinett. Ich lehnte monarchische Titel wie ‚His Highness‘ ab und trat nach zwei Amtszeiten freiwillig zurück, obwohl ich mühelos ein drittes Mal gewählt worden wäre.
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Wir übernahmen die Kriegsschulden der einzelnen Bundesstaaten und stellten damit unsere Kreditwürdigkeit im Ausland wieder her. Ich schuf die Nationalbank sowie die Grundlagen für eine gemeinsame Währung. Als Farmer die Whiskey-Steuer gewaltsam verweigerten, setzte ich die Bundesgewalt auch militärisch durch, um die Autorität unserer Gesetze zu sichern. Außenpolitisch erklärte ich die Vereinigten Staaten für neutral, schloss 1794 einen Handelsvertrag mit Großbritannien und regelte 1795 mit Spanien die freie Nutzung des Mississippi. Bei meiner Abschiedsrede warnte ich mein Volk vor exzessiver Parteienbildung und vor dauerhaften militärischen Bündnissen im Ausland. Nun blicke ich auf ein erfülltes Leben zurück.“
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John Adams *1735; †1826 - von 1797 bis1801 zweiter amerikanischer Präsident
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20-facher Urenkel von Otto I. von Bayern (Otto V. von Scheyern/Wittelsbach) »der Rotkopf« *1117; †1183 - ab 1180 Herzog von Bayern - mein 24-facher Urgroßvater
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(genealogisch: Cousin 21. Grades, vier Generationen versetzt)
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„Mr. Adams, warum seid Ihr zunächst nur zum Vizepräsidenten von Amerika gewählt worden?“
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„Jeder Wahlmann – durch diverse Umstände waren es damals 69 an der Zahl – hatte zwei gleichwertige Stimmen. Alle einhundert Prozent wählten George Washington zu ihrem Präsidenten, mich wählten nur 34. So wurde ich durch das System – und nicht zuletzt durch politisches Kalkül hinter den Kulissen – Zweitplatzierter und damit Vizepräsident.
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Da ich jedoch George Washington einst als Oberbefehlshaber vorschlug, 1776 das Konzept eines Zweikammersystems mit unabhängiger Justiz etablierte, 1780 die wegweisende Verfassung meines Heimatstaates Massachusetts entwarf und 1783 zusammen mit Franklin und John Jay den Friedensvertrag von Paris mit Großbritannien ausgehandelt hatte, der die Unabhängigkeit der USA völkerrechtlich besiegelte, wählte man mich 1797 schließlich doch zum zweiten Präsidenten unserer jungen Republik."
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Adams (erster von links) in der fünfköpfigen, vor dem Tisch stehenden Vorbereitungs–kommission beim Vorlegen der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776
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(Gemälde von John Trumbell 1819)
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„Habt Ihr als Präsident noch Maßnahmen gesetzt, auf die Ihr stolz seid?“
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„Ja, ich vermied trotz enormen Drucks aus meiner eigenen Partei, den Föderalisten, eine Kriegserklärung an das revolutionäre Frankreich und sicherte 1800 den Frieden auf diplomatischem Weg.
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Ich veranlasste den Bau von Kriegsschiffen zum Schutz unserer Handelsschifffahrt, gründete das Marineministerium und ernannte am Ende meiner Amtszeit John Marshall zum Obersten Bundesrichter.
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Erfüllt bin ich auch von der friedlichen Machtübergabe an Thomas Jefferson, meinen Nachfolger aus der politischen Opposition – ein Präzedenzfall, der der amerikanischen Demokratie dauerhafte Stabilität verlieh.
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Und was mich persönlich freut: Ich bezog im November 1800 als erster Präsident das neu erbaute Weiße Haus.“
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„Herzog Otto – Herr mit dem Doppelnamen Otto V. von Scheyern/Wittelsbach und Otto I. von Bayern mit dem Beinamen »Rotkopf«: Ihr habt viele Kämpfe bestritten, wie jenen von 1155 in der Veroneser Klause, bei dem Ihr Kaiser Barbarossa aus einem Hinterhalt befreit habt. Ihr habt Euch aber auch an den diplomatischen Verhandlungen mit dem Papsttum und den oberitalienischen Städten rege beteiligt. Ich interpretiere daraus, dass Ihr sicher auch am Werdegang Eurer Nachfahren interessiert seid.“
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„Egon, willst Du mir etwas davon erzählen? Jetzt habe ich ja Zeit zuzuhören.“
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„Im Jahr 1180, also 25 Jahre nach Eurer Heldentat in Italien, seid Ihr schließlich von Kaiser Barbarossa mit dem Herzogtum Bayern belehnt worden. Der letzte regierende Monarch der Wittelsbacher war König Ludwig III. von Bayern, der 1918 abtreten musste – heute wird das Haus formal von seinem Urenkel Franz Herzog von Bayern repräsentiert.“
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„Tatsächlich? Bei meiner Belehnung 1180 war ich immerhin schon 63 Jahre alt – das war reichlich spät für so eine Herzogswürde! Und Barbarossa hat mir vorher auch noch rasch die Steiermark abgetrennt. Aber wenn ich höre, dass unser Herzogtum der Wittelsbacher danach noch mehr als 700 Jahre bestand, soll es mir recht sein.“
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„Was aber für Euch wohl nicht minder interessant sein dürfte: die ersten zwei amerikanischen Präsidenten, George Washington und John Adams, stammen auch aus Eurem Geschlecht. Überrascht Euch das, freut es Euch, macht es Euch stolz?Wie geht es Euch mit diesem demokratschen Anhauch?“
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„Ich bin tatsächlich verblüfft und freue mich darüber – ganz besonders aber freut es mich auch, dass Du mich mit Akribie unter Deinen eigenen Ahnen gesucht und gefunden hast.“
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Otto I. (V.) »Rotkopf« von Bayern
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Antal Braunecker: Danke für die superschnelle „Produktion“ dieses Blickes auf ein kurze, aber umso wichtigere Phase der Geschichte!
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Und wieder einmal kann man sagen, daß heutige Politik in Relation zu damals ja fast fad ist – „Rom gegen Avignon, das nenn‘ ich Brutalität“.
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In Anbetracht der Tatsache, daß die katholische Kirche viele Jahrhunderte lang ein einziger machtbesessener Sündenpfuhl war - gerade in der Zeit, in der der Islam zumindest in Europa eine friedliebende, Kultur und Wissenschaft hochhaltende Religion war! - , stellt sich die Frage, ob wir nicht im Glashaus sitzen, wenn wir heute verschiedene Fehlentwicklungen des Islam mit Steinen bewerfen?
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