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Genealogie ist eine vielschichtige Herausforderung,
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ein spannendes Feld zwischen Faszination, Frustration und Leidenschaft. Die Echtheit und Aussagekraft der zahlreichen Quellen ist dabei von zentraler Bedeutung, auch wenn absolute Verlässlichkeit nicht immer gegeben ist. Seit 2008 sammle ich mit großer Sorgfalt genealogische Unterlagen und der Recherche historischer Hintergründe widme ich mich kontinuierlich – Woche für Woche.
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Es freut mich besonders, wenn auch Leserinnen und Leser Interesse an diesen Geschichten zeigen und in ihnen ebenso viel entdecken können wie ich.
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Hilde Biechl *1928; †2021 - meine Cousine
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Judith Gitterle (Wells) *1956 - ihre Tochter
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William George Wells *1933: †2010 - Judiths Vater
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Frederick George Wells *1730; †1812 - Judiths 4-facher Urgroßvater
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Legende für Farben: Österreicher - Amerikaner
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„Captain Frederick George Wells, Ihre Ururururenkelin Judith aus Österreich ist nur eine von 1.068 Nachfahren, die ich auf meiner Genealogie-Plattform beim Nachlesen gefunden habe. Das ist keine ungewöhnliche Zahl, denn rein rechnerisch müssten nach 300 Jahren und sieben Generationen weitaus mehr direkte Nachkommen von Ihnen existieren. Dachten Sie, es seien so viele?“
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„Ich habe mir nie überlegt, wie viele Nachkommen ich wohl bis zum Jahr 2025 haben würde, geschweige denn, wie wenige davon außerhalb Amerikas leben. Viel bemerkenswerter finde ich das Alter meiner Mutter, die mich bereits mit 16 Jahren zur Welt brachte.“
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„Ich freilich bin verwundert, dass Sie, ein naher Verwandter von mir, mehrfach in militärischen Unterlagen als Captain und maßgeblicher »Patriot«, aktiv am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, erwähnt werden!“
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„Viele Siedler im armen westlichen Hinterland von North Carolina führten von 1768 bis 1771 den sogenannten »Regulatorenkrieg«, weil sie sich durch die ständig steigenden Steuern und korrupte Beamte der örtlichen Kolonialregierung in ihren Rechten beschnitten fühlten. Sie waren nicht gegen die britische Krone, der sie als »Loyalisten« treu blieben. Meine Entscheidung, mich im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten zu engagieren, fußte auf der Überzeugung, dass wir von der Elite der Kolonie die Chance nützen müssen, um uns gegen König Georg III. zu wehren.
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Tatsächlich waren wir in North Carolina Vorkämpfer des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs, was sich – ob zu Recht oder zu Unrecht – in unserer Flagge mit Daten widerspiegelt, die vor dem offiziellen Datum des 4.7.1776, das für alle 13 Kolonien gilt, liegen. Es sind dies der 20. Mai 1775 der historisch nicht eindeutig belegten »Mecklenburg Declaration of Independence« und der 12. April 1776 der »Halifax Resolves«“.
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Die Flagge von North Carolina
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Die Vorkämpfer für die amerikanische Unabhängigkeit waren:
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„Ihre Aussage, dass Sie zur Elite von North Carolina gehören, ist für mich nachvollziehbar, zumal Sie bereits 1768 Land in der Größe von 40 ha erwerben konnten.“
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„Das ist freilich relativ wenig im Vergleich zu dem, was ich in den Jahren 1778 bis 1800 erwarb. Das waren insgesamt 5 km², was mich zu einem der wohlhabendsten Bürger von North Carolina machte. In meinem Testament von 1803 hinterließ ich meinen Anverwandten einen riesigen Besitz, der sie reich machte.“
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Zur Orientierung: Mariahilf und Neubau haben zusammen ca. 5 km2 - die Fläche entspricht also 2 Innenstadtbezirken.
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„Wie wurde Ihr gesellschaftlicher Rang bemessen?“
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„Links steht die Anzahl der Personen in unserem Haushalt: Bei mir sind es drei erwachsene steuerpflichtige Männer, 2 Kinder, 5 weiße Frauen und ein Sklave.
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Rechts findest Du die Auflistung der staatlichen Zahlungen für meine militärischen Dienste in Pfund, Shilling und Pence, wobei sich der Betrag für mich wesentlich von dem für meine Mitbürger unterscheidet, was meinen Rang als Kapitän unterstreicht.“
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Belege zu Auszahlungen des Staates für militärische Leistungen im Revolutionskrieg
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„Jetzt, während ich mit Ihnen spreche, gibt es noch viele Sklaven. Was ist Ihre Haltung dazu?“
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„Ja, zurzeit ist es gang und gäbe, Sklaven bei sich arbeiten zu lassen. Sie werden hauptsächlich zur Pflege und Ernte von Tabak, Reis und Baumwolle eingesetzt. In Küstengegenden werden von ihnen Kiefern gesammelt, um Marineprodukte wie Pech, Teer und Terpentin, die für den Schiffsbau erforderlich sind, herzustellen. Auch ich habe einen Sklaven. Er ist mein Dienstbote, den ich mit meinem Testament von 1803 bereits vererbte, der aber immer noch für mich arbeitet.“
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Quellen: Myheritage, Geni, Wikipedia
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Reaktion zu Episode 57 »Dag zwischen Schweden und Sambia«
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Antal: Unter Dag Hammarskjöld wurde die UNO ja wirklich eine sehr anerkannte und wirksame Friedensorganisation und blieb das für weitere Jahrzehnte. Traurig, daß heute so viele eher an den linken und rechten Rändern der Politik angesiedelte Parteien / Staaten keine Gelegenheit auslassen, die UNO madig zu machen. Natürlich sind verschiedene Ablaufregeln (Vetorecht im Sicherheitsrat, rein zahlenmässiges Mehrheitsprinzip in der Hauptversammlung) mehr als reformbedürftig, um wieder eine ordentliche Funktion zu ermöglichen – aber wir haben ja ähnliche Probleme in der EU…
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Das zeitliche Erscheinen der nächsten Episode ist aus derzeitiger Sicht ungewiss, weil meine Frau Ina Biechl zurzeit ihr Büro auflässt. Bücher und Möbel wären bei Interesse abzuholen: 1150 Wien Hütteldorferstraße 81b Stiege 2 Top 3, oberhalb Meiselmarkt. (Anruf: 0664 230 40 94)
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(mit eigener Mailadresse)
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