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Otto, der Mann, der auf
die Krone verzichtete
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Diesmal führt die Erzählung über Agnes von Waiblingen – Tochter von Kaiser Heinrich IV. und Schwiegertochter Leopolds II. von Babenberg – zurück bis zu Otto I. von Worms, dem Herzog von Kärnten.
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Agnes von Waiblingen *1072; †1142 – Frau v. Friedrich I. von Schwaben *1050; †1105 und von Markgraf Leopold III., dem Heiligen, von Babenberg *1073; †1136
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meine 25-fache Urgroßmutter
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Heinrich IV. *1050; †1106 – Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1084-1105, Herzog v. Bayern 1052-1054, König von Deutschland 1054-1105, König von Italien und Burgund 1056-1105 – mein 26-facher Urgroßvater
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Konrad II. der Salier *990; †1039 – König von Deutschland 1024-1039 – Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1027-1039 – mein 28-facher Urgroßvater
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Otto I. von Worms *948; †1004 – 978-983 und 995-1004 Herzog von Kärnten
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mein 30-facher Urgroßvater
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„Verehrte Agnes von Waiblingen, von Friedrich I. von Schwaben habt Ihr mindestens fünf Kinder – von denen Helika von Staufen die zweifache Urgroßmutter von Konrad I. von Plain-Hardegg ist. Vom Heiligen Leopold III. von Babenberg habt Ihr mindestens zehn Kinder – von denen Uta von Hardegg die Großmutter von Konrad I. ist.“
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„Seid Ihr dessen gewiss? Das ist ja wahrhaftig erstaunlich! Ich bin also sowohl Deine 27-fache als auch Deine 25-fache Urgroßmutter!
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„Das ist richtig. Aber beeindruckender ist – mit Verlaub – die Tatsache, dass Heinrich IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Euer Vater ist."
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„Ich weiß, immer haben die Männer den Vorrang! Ist das auch bei Euch noch so? Also red mit ihm gleich direkt!“
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„Eure Kaiserliche Majestät Heinrich IV., was möchtet Ihr mir über Euch erzählen?“
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„Als 11-Jähriger wurde ich das Opfer einer Entführung durch den Kölner Erzbischof Anno II., der meiner Mutter Agnes von Poitou die Regierungsgewalt nach dem Tod meines Vaters, Kaiser Heinrich III., entreißen wollte. Bei meinem Sprung in den Rhein wäre ich beinahe ertrunken, konnte aber gerettet werden.
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Viel bekannter ist jedoch mein Gang nach Canossa 1077, um den Kirchenbann von Papst Gregor VII. abzuwenden, den dieser im Streit um das Recht zur Einsetzung der Bischöfe über mich verhängt hatte.“
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„Aber das sind ja nur die Spitzen des Ungemachs, das Ihr erleiden musstet.“
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„Richtig, ich musste die gegnerischen Fürsten, die währenddessen Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig gewählt hatten, in blutigen Bürgerkriegen bekämpfen. Erst als 34-Jährigem gelang es mir, Papst Gregor VII. aus Rom zu vertreiben, einen neuen Papst einzusetzen und mich schließlich im Jahr 1084 zum Kaiser krönen zu lassen.“
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„So wirklich euphorisch könnt Ihr jetzt, im Jahr 1105, nicht sein, haben sich doch Eure eigenen Söhne gegen Euch gewendet.“
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„Leider habt Ihr vollkommen recht. Mein erster Sohn Konrad, den ich zum Mitkönig erhoben hatte, lief zu meinen bittersten Feinden über – der Papstpartei um Urban II. und Mathilde von Canossa. Ich musste ihm die Königswürde wieder aberkennen! Und mein zweiter Sohn Heinrich täuschte Versöhnung vor, hinterging mich dann aber schamlos: Er nahm mich gefangen und zwang mich zur Abdankung. Nun bin ich nach Lüttich geflohen... aber viel mehr als mein nacktes Leben bleibt mir nicht.“
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„Herr Kaiser Konrad II., Euer Vater Graf Heinrich von Speyer starb früh, und Ihr wuchst in für adlige Kreise recht bescheidenen Verhältnissen auf. Wie seid Ihr in diese unübertreffliche Herrscherposition als Deutscher König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gelangt?“
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„Durch Entschlossenheit, kluge Bündnisse und Glück! Im Jahr 1016 heiratete ich die einflussreiche Herzogstochter Gisela von Schwaben – allen Widerständen zum Trotz. Als schließlich der letzte Ottonenkönig Heinrich II. 1024 kinderlos starb, besaß ich das Vertrauen so vieler Reichsfürsten, dass sie mich in Kamba zum König wählten. So lösten wir Salier die Ottonen an der Spitze des Reiches ab.“
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„Warum ließet Ihr Euch als deutscher König auch noch zum Kaiser salben?“
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„Als deutscher König war ich im nordalpinen Reichsteil bereits voll handlungsfähig. Die Kaiserkrönung durch den Papst gab mir jedoch den sakralen Höchststatus als Oberhaupt der gesamten Christenheit und festigte auch meinen Anspruch auf Italien. Dazu brauchte ich also Papst Johannes XIX. und der brauchte meinen militärischen Schutz gegen seine rivalisierenden Feinde in Rom.“
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„Zu Ostern 1027 habt Ihr also ein überwältigendes europäisches Gipfeltreffen in Rom veranlasst.“
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„So kann man es nennen! Papst Johannes XIX. krönte mich im Petersdom zum Kaiser – in Anwesenheit von Knut dem Großen, dem König von England, Dänemark und Norwegen, sowie Rudolf III. von Burgund.
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Wenn Du mich fragst: Ich nutzte diese einmalige Gelegenheit meisterhaft! Meinen Sohn Heinrich verlobte ich mit Knuts Tochter Gunhild, und Rudolf überzeugte ich davon, das Königreich Burgund nach seinem Tod an das Reich und mich zu vererben. Und um diesen Triumph auch für die Ewigkeit einzumeißeln, begann ich noch im selben Jahr mit dem Bau des Doms zu Speyer!“
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„Eure geschickte Verhandlungstaktik war also auch von Erfolg gekrönt?!“
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„Wahrlich! Als der kinderlose Rudolf III. 1032 starb, setzte ich meine Erbansprüche auf Burgund sogleich auch militärisch durch. Damit erreichte das Reich seine größte territoriale Ausdehnung im Mittelalter: die ‚Tria Regna‘, bestehend aus Deutschland, Italien und Burgund.
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Und als 1037 der oberitalienische Hochadel aufbegehrte, begegnete ich dem mit kluger Gesetzgebung: Durch mein berühmtes ‚Lehnsgesetz‘ sicherte ich den kleineren Vasallen die Erblichkeit ihrer Güter zu und band so den niederen Adel an die Krone, an mich!“
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„Herzog Otto von Worms, Ihr seid ja dafür berühmt, dass Ihr, der Salier, 1002 zugunsten der Ottonen auf den Titel des Deutschen Königs verzichtet habt. Warum habt Ihr das gemacht?“
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„Als Sohn des salischen Herzogs Konrad des Roten und der ottonischen Prinzessin Luitgard floss königliches Blut in meinen Adern. Meine Machtbasis war gewaltig: Bereits 978 war ich nach der Niederschlagung des Aufstands der ‚drei Heinriche‘ zum Herzog von Kärnten erhoben worden – nach den Kämpfen gegen die Herzöge von Bayern und Kärnten sowie den Bischof von Augsburg. Zwar verzichtete ich 984 vorübergehend auf dieses Herzogtum, um den Reichsfrieden zu wahren, erhielt es 995 aber endgültig zurück. Zusammen mit unseren Stammgebieten im Rheinland war unser Haus eine Großmacht. Und als im Jahr 1002 der junge Kaiser Otto III. kinderlos starb, hatte ich beste Chancen auf die Krone! Doch ich traf eine bewusste Entscheidung: Ich verzichtete auf die Königswürde zugunsten Heinrichs II., um dem Reich einen blutigen Thronstreit zu ersparen.“
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„Was umfasst Euer Herzogtum Kärnten? Man hört, es sei bedeutend größer als die heutigen österreichischen Länder Kärnten und Steiermark zusammen!“ „Das ist wahrhaftig so! Das Herzogtum Kärnten reicht von den Hohen Tauern im Norden bis hinunter an die Adria im Süden – und von Friaul und Verona im Westen bis an die Grenzen des Königreichs Ungarn im Osten. Mir sind zudem die Karantinische Mark an der Mur, die Mark Krain und die Mark Istrien unterstellt!“
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„Was vielleicht nicht jeder weiß: Euer Sohn Bruno von Kärnten bestieg 996 mit nur 24 Jahren als erster deutscher Papst Gregor V. den Heiligen Stuhl.“
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„Das passt doch ausgezeichnet in die Reihe meiner Erfolge, oder?“
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„Herr Herzog, unter Euren Nachfahren gab es beispiellose Erfolge: Euer Enkel Konrad II. wurde Kaiser, ebenso Euer Urenkel Heinrich III. und Euer Ururenkel Heinrich IV.! Habt Ihr Euch einen solchen Aufstieg je erträumt?“
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„Bei meinem Lebensweg, der von schweren Verlusten – vor allem aber vom frühen Tod meiner Söhne – gezeichnet war?! Mein ältester Sohn Heinrich von Speyer starb bereits 990, und Bruno, unser stolzer Papst, folgte ihm 999, nur drei Jahre nach seiner Inthronisation, ins Grab. Angesichts dieser Schicksalsschläge schien ein solcher Aufstieg fern.
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Dass mein verwaister Enkel Konrad einst das Reich regieren würde, erfahre ich von Euch jetzt zum ersten Mal! Dass das Blut der Salier und Ottonen in meinen Nachkommen zu solcher Größe aufblühen würde – diese Nachricht erfüllt mein altes Herz mit unendlicher Freude und Genugtuung!“
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„Ich bin sicher, bei der nächsten Episode seid Ihr gerne bereit, Euch mit Informationen zu Euren und meinen Vorfahren zu revanchieren. Es soll weitere 150 Jahre zurückgehen – bis zu meinem 36-fachen Urgroßvater Werner I. von Laurenburg-Nassau.“
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„Weiter schaffe auch ich es nicht! Aber bis zu ihm, meinem 4-fachen Urgroßvater Werner I., besitze ich tatsächlich Unterlagen. Lass uns beim nächsten Mal genau darüber sprechen!“
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Antal Braunecker: Mal abgesehen von der beschriebenen recht extremen Pädophilie (fast „Gunkl, schau oba..“) – danke für die Beschreibung Deiner „Schlacht um die Wahrheit“ mit / gegen Google Gemini. Dient mir als Warnung, bei meinen etwaigen Recherchen den AI-Varianten noch weniger zu glauben als bisher.
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Deine intensive genealogische Arbeit bis hin zu frühmittelalterlichen „Nicht-wirklich-Quellen“ erfordert präzises Denken und Konsequenz – ich fürchte, in diesem Ausmaß bringe ich das nicht auf , aber ich werde es in meiner nächsten Session auf der Suche nach meiner Familiengeschichte im 17./18. Jhdt. versuchen…
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Quellen: Wikipedia, MyHeritage, Geni ...
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